Noch Fragen?

Immer wieder werde ich von angehenden Autoren um Tipps gebeten.  Da dies zu längeren Wartezeiten führen kann, gebe ich hier bereits Antworten zu regelmäßig auftauchenden Fragen.

Lieblingsfrage: Wie finde ich einen Verlag?
Antwort:  Man muss eine sehr gute Geschichte sehr gut erzählen und dann viel Glück haben.  Das Glück kann man aber etwas beeinflussen, indem man sich gut vorbereitet, denn wenn Verlage bzw. Lektoren etwas hassen, damm Manuskripte die absolut nicht ins Programm passen und der Autor das schon vorher hätte wissen können, wenn – ja, wenn er/sie sich etwas mehr Mühe gegeben hätte, vorher mal nachzuschauen, was dieser Verlag eigentlich macht.

Frage: Welche Themen sind besonders erfolgversprechend?
Antwort: Im Prinzip alle. Nein, stimmt nicht, denn die Verlage wissen das auch nicht genau. Am Ende hilft nur, die Bestsellerlisten zu beobachten, ob bestimmte Genres vermeht auftauchen.  Allerdings – bis man dann so ein Buch geschrieben hat, ist das Thema schon wieder auf dem Abstieg und ein anderes gilt als „in“. Am besten, man schreibt das, was man selbst am liebsten liest.

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6 Fragen an Peter Erfurt:

1. Ihr Roman „Der Reiter des Königs“ führt den Leser nach Afghanistan. Sie selbst haben dort als Kind einige Zeit verbracht. Inwiefern hat Sie diese Erfahrung in Bezug auf Ihr Schreiben geprägt?
> Ich habe das königliche Buzkaschi in Kabul selbst mehrfach miterlebt und wurde dabei als Kind auch einmal dem König Zaher Schah vorgestellt. Noch heute habe ich das Donnern der Pferdehufe im Ohr. Wenn dreissig Reiter in vollem Galopp auf uns zurasten, da konnte einem schon mulmig werden. Da meine Eltern gerne reisten, bin ich tatsächlich an fast allen Orten gewesen, die im Buch vorkommen. Besonders haben mich damals die unwirklich blauen Seen von Band-i-Amir und die riesigen Buddhas im Tal von Bamian beeindruckt, aber auch die Moschee von Mazar-i-Scharif und die kargen Berge mit ihrem Farbenreichtum. Wir sind mit dem Auto auch einmal in der Wüste stecken geblieben und dort von einer Karawane gerettet worden, der damalige Karwanenführer wurde das Vorbild für den Karawanenchef in meinem Buch. Sowas vergisst man nie.
2. Welche Person in Ihrem Roman ist Ihnen die liebste und warum?
> Natürlich die Hauptfigur, der junge Reiter, die trotz ihrer Jugend neben den Abenteurn auch den inneren Konflikt zwischen Tradition und Moderne aushalten muss, indem er sich immer wieder zwischen Draufgängertum und kluger Zurückhaltung entscheiden muss.
3. Wenn Sie einen Tag mit einer beliebigen Romanfigur tauschen könnten, welche würden Sie wählen?
> Schwer zu sagen, ich mag sie alle in meinem Buch, die rauhen Gesellen. Vielleicht am ehesten mit dem alten Geschichtenerzähler Scher Wachtang? Ansonsten aber literarisch mit Don Quichotte, denn der Kampf gegen Windmühlenflügel ist die wundervolle philosophische Idee des immer wieder „und dennoch“!
4. Welche Buchverfilmung hat Sie am meisten beeindruckt?
> „Exodus“ und „Lawrence von Arabien“.  und natürlich High Noopn, der auf der Geschichte „12 Uhr mittags“ von John W. Cunningham basiert und einer der ganz großen Klassiker der Filmgeschichte ist. Er schildert den fast aussichtslosen einsamen Kampf des Town Marshals Will Kane gegen seinen Todfeind Frank Miller und dessen Gangsterbande.
5. Die fünf besten Bücher aller Zeiten?
> Schwierig, es gibt so viele.  „Der kleine Prinz“ von Saint-Exupery, „Das Lächeln am Fuße der Leiter“ von Henry Miller, „Die Odyssee“ von Homer, „Krieg und Frieden“ von Leo Tolsoi und „Das Gilgamesch Epos“.
6. Worüber würden Sie noch gerne schreiben?
> Über Jesus in Indien, wenn er denn dort gewesen ist, was ich aber nicht ausschließe. Ich stand als Kind am sogenannten Jesus-Grab in Kaschmir, seitdem fasziniert mich diese Geschichte.
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3  Fragen an den Maler

1:  Warum benutzen Sie den Computer zum Malern?
> Es ist der Pinsel des 21. Jahrhunderts Warum also nicht? Außerdem ist meine Art des manuell-digitalen Malens ja eine Mischform, da kommen auch noch Stift und Pinsel zum Einsatz.
2: Sie vermischen gerne, also starten mit einem Foto, bearbeiten es, malen am Bildschrim und am Ende mit der Hand auf der Leinwand.
> Genau. Als Künstler nutze ich jedes Medium, jedes Werkzeug, das mir heute zur Verfügung steht. Ewiggestrige, die daran herummäkeln, gibt es. Hat es aber in jeder Epoche gegeben, davon darf man sich nicht beirren lassen.
3.  Sie malen gerne große Formate. Was bedeutet das?
> Ich könnte sagen, da ich selbst 1,90 m groß bin, liegt es nache. Aber große Formate eröffnen große Möglichkeiten. Ich male aber auch kleinere Formate, jedes Sujet verlangt nach einem eigenen Format.