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Mai 10

Vorarbeiten lohnen

Bilderprüfung

Was kommt an die Wände der nächsten Ausstellung?

Ausstellungen entstehen nicht einfach von selbst. Natürlich hoffen viele Künstler darauf, von einer Galerie „entdeckt“ und dann von „Sammlern“ gekauft zu werden. Mein Erfahrung als Unternehmer ist, hoffen ist ja ganz nett, selber anpacken führt sicherer zum Erfolg. Man stellt sich einfach zwei Fragen – was kann eine Galerie (besser), was ich so nicht kann, und was kann ich (besser), was eine Galerie so nicht kann?

Nun, ein guter Ruf verbunden mit einem Bestand an Sammlern ist schon wertvoll. Allerdings behaupten die meisten Galerien diese Qualität nur, ohne sie jedoch konkret beweisen zu können. Wenn man klare Auskunft verlangt und „Butter bei die Fische“ sehen will, wird es meist schwammig. Also die einfache Frage – kann ich das mit all meiner Erfahrung nicht selbst, oder sogar selbst besser? Gegenfrage – warum denn nicht?

Eine Adressdatei mit potenten Sammlern aufzubauen ist kein Ding der Unmöglichkeit. Gute, attraktiv geklegene Ausstellungsräume zu finden ist heute auch kein Problem mehr. Presse- und Werbemaßnahmen kann man auch selbst professionell in Gang setzen. Wenn eine Galerie dann 30-60% von jedem verkauften Bild einkassieren will, dann genügt eine einfache Rechnung, ab wann sich „selbst ist der Mann“ rechnet. Ketzerei? Geht so nicht! Unsinn, im Zeitalter des „Selfpublishing“ wird auch das „Self-Exposing and Selling“ unter Nutzung von Internet bzw. Social Media eine andere Bedeutung bekommen, dazu braucht es keinen Propheten.